Typ-2-Diabetes und verwandte Erkrankungen

Diabetes Typ 2: Eiweiß senkt Blutzucker - Visite - NDR

Diabetes-Behandlungen Strom

Diabetes und Depression begünstigen sich gegenseitig. Das Diabetesrisiko sei um 40 bis 50 Prozent erhöht. Eine Metaanalyse von 13 Studien hatte sogar eine Risikoerhöhung um 60 Prozent ergeben. Andersherum erkranken Diabetiker etwa doppelt so häufig an depressiven Störungen wie Typ-2-Diabetes und verwandte Erkrankungen, wie eine andere Metaanalyse von 42 Untersuchungen zeigte.

Diabetes und Depressionen bedingen sich gegenseitig. Diabetiker haben ein doppelt so hohes Risiko, eine depressive Störung Typ-2-Diabetes und verwandte Erkrankungen entwickeln, wie Nicht-Diabetiker. Diese zeigen nämlich, dass Menschen mit Diabetes und Depression früher sterben. Was ebenso ansteigt sind die Krankheitskosten: Im Vergleich zum nicht-depressiven Diabetiker erhöhen sich die notwendigen Ausgaben schätzungsweise um das 4,5-Fache, wenn Zuckererkrankung und Depression gemeinsam vorliegen.

Wo liegen die Ursachen dafür, dass Diabetes und Depression offenbar ein besonders bösartiges Geschwisterpaar bilden? So halten sich die Betroffenen weniger an Therapie- und Ernährungsempfehlungen und sind deutlich schlechter für sportliche Aktivitäten zu motivieren.

Das veränderte Krankheitsverhalten ist aber nicht die alleinige Ursache. Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Genkonstellationen das Risiko für beide Erkrankungen erhöhen. Zudem können Veränderungen in der Stressbewältigung und in der Immunantwort vorkommen. So können Depressionen hormonelle Regulationsphänomene auslösen, die zu einer erhöhten Cortisolausschüttung führen — der Blutzucker steigt, die viszerale Fettakkumulation und die Insulinresistenz tun es ebenso.

Depressionen aktivieren zudem das Immunsystem und damit die Expression von Entzündungsmediatoren, die die Entstehung einer Insulinresistenz fördern. Entscheidend für Lebensqualität und Prognose der Patienten sind das frühzeitige Erkennen einer Depression und die Einleitung einer adäquaten Behandlung.

Schon Erstes ist in der Praxis gar nicht so einfach. Er riet dazu, auf typische Indikatoren für Depressionen, etwa Schuldgefühle, Vorwürfe und Selbstwertzweifel, zu achten. Welche therapeutischen Mittel stehen zur Verfügung? Kruse zufolge kommt es vor allem auf eine gute Einstellung des Diabetes an. Auch Patientenschulung, eine psychosomatische Basisversorgung oder eine Psychotherapie nannte er als Möglichkeiten. Fehlt noch die Pharmakotherapie.

Gut untersucht sei zum Beispiel Sertralin. Neben der depressiven Störung ist auch Schizophrenie mit Diabetes assoziiert. Typischerweise liege erst die Schizophrenie vor und Diabetes komme später hinzu, sagte Professor Dr.

Während die Lebenserwartung der Normalbevölkerung in Deutschland bei 80 Jahren für Frauen beziehungsweise 72 Typ-2-Diabetes und verwandte Erkrankungen für Männer liegt, werden schizophrene Patienten im Durchschnitt nur 65 Jahre Frauen beziehungsweise 57 Jahre Männer alt. Das Risiko, an TypDiabetes zu erkranken, sei bei Schizophrenie-Patienten ungefähr doppelt so hoch wie in der Normalbevölkerung.

Bei Diabetikern mit psychischen Erkrankungen ist eine gute Einstellung des Blutzuckerspiegels besonders wichtig. Lederbogen betonte, dass die Behandlung der Schizophrenie Vorrang hat. Erst danach sollte man sich der adäquaten Diabetestherapie widmen. Fatal sei, so Lederbogen, dass die Pharmakotherapie der Schizophrenie zur Erhöhung des Diabetes-Risikos beitragen könne.

So haben zum Beispiel die Neuroleptika Clozapin und Olanzapin einen deutlichen Effekt auf das Körpergewicht und erhöhen somit das TypDiabetesrisiko. Bei Risperidon und Quetiapin sei das Typ-2-Diabetes und verwandte Erkrankungen stark ausgeprägt, bei Amisulprid und Ziprasidon gebe es zum Beispiel nur geringe Effekte auf das Gewicht.

Lederbogen betonte, dass die Behandlung eines Schizophrenie-Patienten Typ-2-Diabetes und verwandte Erkrankungen Diabetes von einem Arzt entweder Neurologe oder Diabetologe gesteuert werden muss.

Für die Behandlung des TypDiabetes sollte man sich an die Leitlinien halten, ein Spezialrezept gebe es nicht. Soweit möglich sollte Typ-2-Diabetes und verwandte Erkrankungen versuchen, die Typ-2-Diabetes und verwandte Erkrankungen für die Teilnahme an Bewegungs- und Diätprogrammen zu gewinnen. Bei rascher Gewichtszunahme könne man auch den Wechsel des Antipsychotikums in Erwägung ziehen.

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