Hyperglykämie bei Diabetes

HbA1c - der Langzeit-Blutzuckerwert

Verwaltung der Schwangerschaft und bei der Geburt für Anämie und Diabetes

Die bei einer Hyperglykämie auftretenden Symptome reichen kurzfristig von Durstgefühl und trockenem Mund über vermehrte Urinausscheidung Polyurie und Sehstörungen bis hin zum unbehandelt tödlich verlaufenden hyperglykämischen Koma. Langfristig ist die Hyperglykämie wesentlich an den klassischen Folgen einer Zuckererkrankung wie SchlaganfallVerlust der Sehkraft oder Nierenschwäche beteiligt. Der Begriff Hyperglykämie war unterschiedlich definiert. So ging die Medizin bis zum Ende des Jahrhunderts davon aus, dass jegliches Vorkommen von Zucker im Blut als krankhaft angesehen werden müsse.

Steigt nun infolge einer kohlenhydratreichen Nahrungszufuhr der Glukosespiegel im enterohepatischen Kreislauf, werden die Betazellen der Bauchspeicheldrüse angeregt, das blutzuckersenkende Hormon Insulin auszuschütten, um so den Glukosespiegel im Blut konstant zu halten. Versagt diese Regulation oder verliert das Insulin seine Wirkung, kommt es zu kurz- oder langfristiger Hyperglykämie.

Die Hyperglykämie bei Diabetes ist das Leitsymptom für einen Diabetes mellitus, ist für diesen allerdings kein sicheres Kriterium. Denn auch ein Morbus Hyperglykämie bei Diabetes erhöhter Cortisonspiegeleine Akromegalie erhöhter Wachstumshormonspiegelein Phäochromozytom erhöhte Spiegel von Adrenalin und Noradrenalineine Hyperglykämie bei Diabetes beispielsweise infolge eines Morbus BasedowEisenablagerungen in den Betazellen des Pankreas Hämochromatose und Medikamente können sie auslösen.

Sie kann ebenso bei Infektennach HerzinfarktSchlaganfall oder Narkosen auftreten. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum der Körper den Blutzuckerspiegel nicht im physiologischen Bereich stabilisieren kann.

Die häufigsten Ursachen für eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels sind ein vermindertes Ansprechen zuckerspeichernder Zellen wie Fett- und Muskelzellen auf Insulin Insulinresistenz durch Überkonsum von Kohlenhydraten und Zucker oder eine verminderte Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse. In ersterem Fall kann die Insulinausschüttung sogar erhöht sein. Deshalb rät die Weltgesundheitsorganisation zur Zuckersteuer um einen spürbaren Rückgang des Zuckerkonsums zu erreichen, damit weniger Menschen an ÜbergewichtFettleibigkeit und Zuckerkrankheit leiden.

Der Spiegel des Wachstumshormons Somatropin ist beim gesunden Menschen nur dann erhöht, wenn der Insulinspiegel zu niedrig ist. Es steigert den Blutzuckerspiegel, indem es sowohl die Aufnahme von Zucker in Fett- und Muskelzellen hemmt, als auch den Zuckerverbrauch durch eine vermehrte Bereitstellung von Fetten Fettsäureoxidation insbesondere im Muskel reduziert.

Sind beide Hormone erhöht, kann es zu einer Hyperglykämie kommen, weil die blutzuckersenkende Wirkung des Insulins an den zuckerspeichernden Zellen dann eingeschränkt ist. Cortisol steigert den Blutzuckerspiegel. Dabei regt es insbesondere die Neubildung von Zucker im Körper an und vermindert gleichzeitig den Zuckerverbrauch. Daher wirkt es dem blutzuckersenkenden Insulin entgegen. Adrenalin und Noradrenalin führen gleichzeitig zu vermehrter Neubildung und Freisetzung von Glukose sowie zu einer Hemmung der Insulinausschüttung.

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion werden Glykogenolyse und Glukoneogenese angeregt, bei der Hämochromatose führt der erhöhte Eisenspiegel in der Bauchspeicheldrüse zu Siderose und Fibrosewobei dann auch die Funktion der insulinbildenden Beta-Zellen beeinträchtigt wird. Schwere Erkrankungen wie Herzinfarktschwere Infekte oder Traumata können ebenso wie Narkosen eine Hyperglykämie bewirken.

Ursache ist der davon ausgelöste Postaggressionsstoffwechselbei dem es zu einer peripheren Insulinresistenz kommt, wobei dann auch die Gabe von Hyperglykämie bei Diabetes nicht zu einer ausreichenden Senkung des Blutzuckerspiegels führt. Als Dawn-Phänomen bezeichnet man die Hyperglykämie, die entsteht, wenn der vermehrte Insulinbedarf in der zweiten Nachthälfte infolge der zu diesem Zeitpunkt gesteigerten GH -Ausscheidung Hyperglykämie bei Diabetes kompensiert wird, beispielsweise infolge des nächtlichen Wirkabfall eines Verzögerungsinsulins nach morgendlich einmaliger Gabe.

Dazu kommen nicht selten unspezifische klinische Zeichen wie AustrocknungSchwäche, SchwindelSehstörungen, BauchschmerzenÜbelkeitErbrechenabgeschwächte Muskelreflexetrockener Mund und trockene Haut. In schweren Fällen, die zum hyperglykämischen Koma führen, sind die Patienten dann zunehmend bewusstlos und können unbehandelt auch daran versterben.

Ihre klinische Bedeutung, insbesondere im Hinblick Hyperglykämie bei Diabetes die Ausbildung von Folgeschädenhängt von ihrer Häufigkeit und Dauer ab und kann Hyperglykämie bei Diabetes des HbA1c abgeschätzt werden.

Wird die Nierenschwelle überschritten, Hyperglykämie bei Diabetes es, insbesondere durch die wasserbindende Eigenschaft des Zuckers und der damit verbundenen Reduzierung der Wasserrückresorption aus dem Primärharn in den Nierenzu einer vermehrten Urinausscheidung.

Die dabei ausgelöste, zunehmende Austrocknung des Körpers ist für das Durstgefühl verantwortlich. Kann die Trinkmenge den Flüssigkeitsverlust nicht adäquat ersetzen, so kommt es zur Exsikkose. Insgesamt besteht beim hyperosmolaren Koma ein relativer Insulinmangel, sodass nicht selten zu wenig Insulin vorhanden ist, um die Lipolyse ausreichend zu hemmen. So entsteht durch die Ketonkörperbildung eine, meist jedoch relativ moderat ausgeprägte metabolische Azidoseeine Übersäuerung des Blutes.

Eine zweite Form von mit Hyperglykämie einhergehender Bewusstseinstrübungist das ketoazidotische Komabei dem der Blutzuckerspiegel deutlich niedriger als beim hyperosmolaren Koma sein kann. Dabei ist allerdings weniger das Austrocknen ursächlich, sondern das vollständige Fehlen von Insulin als Ursache einer in aller Regel viel stärker ausgeprägten Azidose, als beim hyperosmolaren Koma.

Die Azidose entsteht dabei durch eine mangels Insulin ungehemmte Lipolyse und der damit verbundenen Ketonkörperbildung. Bei letzterem kann die Hyperglykämie als Hyperglykämie bei Diabetes Symptom, aber nicht wie beim hyperosmolaren als ursächlicher Zustand angesehen werden.

Sehstörungen bei Schwankungen des Blutzuckerspiegels werden in akuten Fällen weniger auf die diabetische Retinopathie zurückgeführt, als Hyperglykämie bei Diabetes einen veränderten Wassergehalt der Linse und des Glaskörpers. Bauchschmerzen können ebenfalls eine Hyperglykämie begleiten und dann sogar einem akuten Abdomen gleichen. Ursache ist in diesen Fällen eine Pseudoperitonitis diabetica, ausgelöst durch eine Hyperperistaltik des Magen-Darm-Traktes infolge Azidose.

Bei langfristiger Hyperglykämie kommt es zur unkontrollierten Anlagerung von Zucker an Proteine endogene Glykationwodurch Glykoproteinesogenannte AGEs advanced glycation endproducts Hyperglykämie bei Diabetes. Diesen kommt klinisch eine besondere Bedeutung zu. Insbesondere die Schädigung der Basalmembran ist bedeutsam.

Sie wird dadurch grobporiger und verliert negative Ladungsträger. Eine Mikroangiopathie entsteht. Als weitere Folgeschäden der Mikroangiopathie gelten diabetische RetinopathieNeuropathie und periphere Makroangiopathie. Diese unkontrollierte Anlagerung von Zucker betrifft auch die Zellmembran der roten Blutkörperchen, sowie Hyperglykämie bei Diabetes Lipo- und Seroproteine.

Die Messung Hyperglykämie bei Diabetes Blutzuckers erfolgt apparativ in der Regel aus kapillarem oder venösem Blut. Orientierend kann auch eine Messung des Zuckergehaltes des Urins Informationen liefern Nierenschwelle. Dazu sind Schnelltests geeignet, bei denen das Blut auf einen Teststreifen gegeben wird und dort zu einer Verfärbung führt.

Hyperglykämie bei Diabetes Verfärbungen werden dann optisch mittels eines Blutzuckermessgerätes ausgelesen. Ihr liegt die Tatsache zugrunde, dass abhängig von der Hyperglykämie bei Diabetes des Zuckerspiegels im Blut sich mehr oder weniger Zucker an das Hämoglobin bindet Glykation. Phasen von Hypoglykämie und Hyperglykämie, die einander abwechseln können, auf diese Weise sogar einen normalen HbA 1c -Spiegel bewirken und so fälschlich normale Blutzuckerwerte annehmen lassen. Schematische Darstellung der Basalmembran.

Aufnahme der Basalmembran und der nur elektronenmikroskopisch darstellbaren Basallamina. Eine Hyperglykämie kann pathologisch-anatomisch auch im Falle des Todes infolge einer Form des diabetischen Komas kaum mit ausreichender Sicherheit nachgewiesen werden. Hyperglykämie bei Diabetes dafür ist die nach Eintritt des Todes eintretende Autolyse. So Hyperglykämie bei Diabetes beispielsweise die Granula in den B-Zellen sehr schnell, lediglich der Gehalt des Liquors an Laktose und Glukose ist nach einem diabetischen Koma erhöht.

Erkennbar bleiben nach dem Ableben natürlich langfristige, strukturelle Veränderungen wie die Amyloidose der Langerhans-Inseln oder eine Glomerulosklerose. Langfristig führt die Hyperglykämie zu einer Glykosylierung ohne Beteiligung von Enzymendaher wird sie auch als Glykation bezeichnet unterschiedlicher Proteine. Eine wesentliche Folge ist die Mikroangiopathie durch die Veränderung der Basalmembran von Kapillaren. Diese stellt sich dabei verdickt dar.

Das gilt nicht nur für Bereiche, in denen typische Spätfolgen wie diabetische RetinopathieHyperglykämie bei Diabetesperiphere Makroangiopathie und Niereninsuffizienz auftreten, sondern auch für andere Bereiche wie beispielsweise die Muskulatur.

Zudem ist sie abhängig von der Ausprägung der Hyperglykämie. Zur akuten Therapie eignet sich besonders die Gabe von Insulin. Liegt bereits ein diabetisches Hyperglykämie bei Diabetes vor, so ist ein notfallmedizinisches Eingreifen Hyperglykämie bei Diabetes.

Bei Gesunden ist, abgesehen von der allgemein gültigen Regel einer gesunden Lebensführung, keine gezielte Vorbeugung angezeigt, ist doch der Körper von sich aus in der Hyperglykämie bei Diabetes, den Blutzuckerspiegel in normalen Grenzen zu halten. Die bekannteste Auswirkung der Hyperglykämie, das Auftreten der Polyurie, war bereits in der Antike bekannt. Eine Hyperglykämie bei Diabetes ältesten überlieferten Beschreibungen stammt von Aretaios im 2. Jahrhundert n. Auch das Auftreten von honigartig schmeckendem Urin ist seit langem bekannt, den erstmaligen Nachweis von Zucker im Urin führte jedoch erst Matthew Dobson durch.

Der Zuckernachweis im Urin erfolgte damals mittels Hefe - Gärungsproben. Das Vorhandensein von Zucker im Blut, insbesondere auch von Diabetikern, war in der ersten Hälfte des Jahrhunderts Gegenstand der wissenschaftlichen Untersuchung. Mit der damals üblichen Methode der Blutuntersuchung nach William Hyde Wollaston konnte kein entsprechender Nachweis geführt werden. Nach Zugabe von Gallenlösung und Schwefelsäure zum Blutserum tritt dabei durch Erwärmung eine Verfärbung auf, die abhängig vom Blutzuckerspiegel ist.

Diese Methode wurde von Pettenkofer beschrieben [28] und auch im Rahmen einer Kasuistik erwähnt, also klinisch eingesetzt. Die Medizin ging noch in 70er Jahren des Kategorien : Wikipedia:Lesenswert Krankheitsbild in der Diabetologie.

Namensräume Artikel Diskussion. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Navigation Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. In anderen Projekten Commons. Diese Seite wurde zuletzt am 8. August um Uhr bearbeitet. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema.

Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt nicht eine Diagnose durch einen Arzt. Bitte hierzu den Hyperglykämie bei Diabetes zu Gesundheitsthemen beachten! Dieser Artikel wurde am Januar in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.